Parterre

Parterre - Grundriß

Schlossküche

Schlossküche

Die Küche liegt in einem abgesonderten Schlossteil, um auf diese Weise eine mögliche Brandausweitung zu verhindern. In der Mitte der Küche steht ein großer weißer Kachelofen, der mehrere Funktionen hatte. Besonders interessant ist die Ausführung des Schornsteins, der sich nicht am üblichen Platz befindet. Der Rauch wurde durch einen unter dem Küchenboden ausgebauten Kanal zur Wand hinausgeführt, wo er sich mit dem bestehenden Schornstein verbindet. Sein großer Durchmesser ermöglichte einen Unterdruck, der den Rauch aus dem Ofen hinauszog. In der Raumecke befindet sich ein Backofen, in dem man neben Brot auch andere Speisen zubereiten konnte. Der Nebenraum diente als Speisekammer, in der Nahrungsmittelvorräte aufbewahrt wurden.

Kerker

Kerker

Einer der Beweise dafür, dass es im Schloss Trakošćan einen Kerker gab, sind die Aufschrift und das Bild, die am Zinktorgewölbe der Wallfahrtskirche der Heiligen Maria von Jerusalem in Trški Vrh bei Krapina erhalten geblieben sind. Der erhaltene Text bezeugt, dass ein gewisser Nikola Capek aus dem benachbarten Bednja sich bei der Gesegneten Jungfrau Maria bedankt, dass ihm durch Fürbitte Unschuld festgestellt wurde und dass er aus dem Trakošćaner Kerker freigelassen wurde. Im Kerker ist das Foltern mit dem Block dargestellt. Der Kerkermeister steckte den Hals und die Handgelenke des Verurteilten in die dafür vorgesehenen Löcher, wodurch seine Bewegung begrenzt wurde. Ein so eingesperrter Gefangener war auf die Folterung vorbereitet, wodurch ein Geständnis erzwungen oder die Strafe vollstreckt wurde.